Archiv für die Kategorie „Chili-Zucht 2009“

Habañero-Taler

Kleine Mitbringsel mit grosser Wirkung:

Die Schokoladetaler mit Habañero-Orange-Pulver sorgen immer wieder für Überraschung.

Denn erstens spürt man die Schärfe anfänglich kaum, aber (Habañero-typisch) nach einer Weile nimmt die Schärfe zu!

Und zweitens ist bei der Herstellung (Rezept) dieser süssen Versuchung die Einstellung der Schärfe nicht ganz einfach. Da sich das Capsaicin (die scharfe Substanz in den Chilis) erst nach und nach im Fett löst, wirkt die Schokolade im erkalteten Zustand dann schärfer als bei der Zubereitung!

Habanero Marietta II blüht am Südfenster

Die Habanero Marietta II, welche im Herbst zur Überwinterung ans Südfenster durfte, hat sich nach dem massiven Rückschnitt prächtig erholt und hat mittlerweile viele Blüten angesetzt und geöffnet. Mit dem Pinsel spiele ich täglich Bienchen, damit auch Früchte entstehen können.

Mit einer Reifezeit von etwa 70 Tagen werden also die ersten Indoor-Früchte im März abreifen – gut so, dann steht wieder frische scharfe Ware zur Verfügung 😉


Zierchili gedeiht indoor prächtig

Der Zierchili 0910 „Blumen-Joy“ hat nach der Verpflanzung am 29.11.2009 in einen grösseren Topf mit frischer Erde mit kräftigem Austrieb reagiert und bereits reichlich Blütenknospen gebildet. Die erste Blüte hat sich heute geöffnet und leuchtet in hellvioletter Farbe. Hier muss ich dann wohl mit einem feinen Pinsel fleissig „Bienchen spielen“, damit die Blüten auch Früchte bilden können. Im Hintergrund sind noch die abgetrockneten Früchte vom Herbst sichtbar, welche damals von schwarz über dunkelbraun nach rot abgereift sind.

Speziell: Die sortentypische schwarze Blattfarbe fehlt bei den neuen Trieben. Vielleicht kommt sie später, oder es ist ein Anzeichen für etwas wenig Licht – wir werden sehen!

Erste Keimlinge pikiert und unters Kunstlicht gestellt


Heute konnte ich die ersten Keimlinge in Torftöpfe pikieren, dies als Ergebnis der Keimversuche mit drei Sorten. Besonders die Chinense-Sorte 0902 (Jüre’s Stoff), über deren Identität ich im Unklaren bin, hat zu 100% gekeimt – vier Torftöpfe sind bepflanzt.

Die Zierchilisorte „Blumen-Joy“ hat zu 50% innert 14 Tagen gekeimt, die drei Keimlinge teilen sich einen Topf, damit eine buschige Wuchsform ensteht.


Damit die Sorten mit langer Reifezeit hier im Berner Oberland rechtzeitig angetrieben werden und sie dann richtig abreifen können, habe ich eine Kunstlicht-Beleuchtung eingerichtet, welche ich je nach Bedarf erweitern kann. Momentan ist eine Neonröhre T8/36 Watt des Typs Gro-Lux in Betrieb, im Abstand von etwa 25 cm, welche täglich 14 Stunden Licht im Bereich von Blau und Rot liefert, das Lichtspektrum also, welches die Pflanzen für die biologischen Prozesse benötigen. Die Raumtemperatur beträgt etwa 15-16°C, also relativ kühl, was ein Ausgeilen der Jungpflanzen verhindern soll.

Ich bin gespannt, ob diese Massnahme den gewünschten Erfolg bringen wird.


Jetzt ist Winter!

Pünktlich auf den meteorologischen Winterbeginn kam der Schnee, und nicht gerade wenig! Somit ist der Start in die Wintersportsaison offen…

Capsaicin gegen Schweinegrippe?

Wie heute vom CRM (Chili Research of Mexico) zu vernehmen war, haben die im März gestarteten Test mit Capsaicin positive Ergebnisse erzielt. Und zwar soll das H1N1-Virus mit hohen Dosen von Capsaicin bekämpft werden können.

Nachweislich nicht infiziert wurden Chiliheads, welche statt Tabak oder Kaugummi immer eine Chili im Mund kauen. Erwiesen ist, dass ab der Schärfe 9 (von 10) das durch das Kauen und dem damit beginnenden Verdauungsprozess in der Blutbahn zirkulierende Capsaicin die Viren bereits beim Auftreffen auf der Haut dermassen ins Schwitzen bringt, dass diese durch Überhitzung sterben.

Also: Für Chilipflanzer DIE Chance! Sofort riesige Mengen an Saatgut einkaufen, aussäen und hoffen, dass das normale Grippevirus bei der nächsten Grippewelle ebenfalls reagiert!