Archiv für die Kategorie „Chili-Zucht 2010“

Ernte N°8: 2200g

Heute gabs was zu ernten: In der Aussenstation in Thun erntete ich von drei Chinensen insgesamt 1100g! So viel hatten diese Sorten bisher noch nie getragen, das Klima in Thun scheint ideal!

In Frutigen gabs viele Jalapenos, diese sind aber dieses Jahr schlank und eher klein, eine Pflanze trägt sogar schwarze unreife Früchte. Da ist das Saatgut von semillas.de wohl auch nicht ganz sortenrein…

Die Jalapenos, die Gorria-Birds und die langen Roten von Follonica wandern nach Sibirien, die Chinensen und die Cayenne aufs Dörrgerät, natürlich draussen auf dem Balkon, wegen den sehr beissenden Dämpfen 😉

Insgesamt wiegt die Ernte 2200g, wow!

Vergleich unbekannte Chinense und Piment Antillais

Heute stand ein Vergleich zwischen der bewährten feurigen Sorte Piment Antillais (0501) und der unbekannten Chinense „Jüres Stoff“ (0902) an. Da beide Sorten in der Aussenstation in Thun seit Mitte Juli enorm Früchte angesetzt und zur Reife gebracht haben, war die Spannung gross, die beiden Sorten zu verkosten.

Von der Form her gehört die 0902 eher in die Habanero-Gruppe, die 0501 ist typisch mit ihren grossen Furchen und der unregelmässigen Form.

Beim Aufschneiden zeigen sich Unterschiede: Die 0902 riecht sehr fruchtig, eher leicht und ein wenig nach reifen Äpfeln, die 0501 riecht wuchtig, schwerer und mehr nach tropischen Früchten. Auch das Innenleben ist unterschiedlich, so hat die 0902 deutlich mehr und regelmässiger angeordnete Samen als die 0501.

Und nun zum Feuer:

  • Zuerst die 0902 – ein kleines Streifchen verkostet – naja, nicht schlecht, gutes Aroma, auch recht scharf, aber nicht der ultimative Schleimhautkiller, subjektiv Schärfegrad 8 von 10.
  • Dann die 0501 – das kleine Streifchen ist auch fruchtig und aromatisch, wenigstens anfänglich, dann setzt die Schärfe ein, unverblümt, ehrlich, aber knallhart, und laaaaaange anhaltend – wow, immer wieder ein Erlebnis!

Sieger ist somit die Piment Antillais 0501, einfach eine Topsorte! Zudem reift sie früher ab, ist weniger empfindlich als die 0902, wächst bei weniger tropischen Temperaturen besser und liefert einen riesigen Ertrag.

Riesen-Cheyenne

Die Cheyenne aus dem Gartencenter lässt riesige Früchte abreifen. Heute wurden einige davon mit Camembert gefüllt und grilliert, der Geschmack war gut, die Schärfe auch recht ordentlich…

Empfehlenswert: Tomaten-Jalapeno-Gratin


Das geplante Safranrisotto heute Abend erschien mir etwas isoliert, darum habe ich mit einer Hand voll Jalapenos rasch einen Gratin zubereitet, welcher als leckere Beilage das fehlende Fleisch voll und ganz ersetzte!

Geschmackstest Aucaja Amarilla

Laut Beschrieb auf semillas.de hat die Sorte das typische Chinense-Aroma aber fast keine Schärfe.

Beim Verkosten der ersten reifen Frucht zuerst ein Geruchstest – fruchtig – dann eine herzhafter Biss: Riesenfehler, Schärfe hoch, Schmerz gross, Klemmen auf der Zunge lässt kaum nach, Lippen schwellen an…

Da scheint es sich aber nicht um eine sortenreine Pflanze zu handeln, ansonsten wäre der Beschrieb falsch!

… und noch immer, klemmen, stechen, schwitzen, leiden…

Ernte N°7

Trotz kühlen Nächten – die Temperatur sank schon auf 4°C ab – geht es den Pflanzen noch gut, allerdings ist der Reifeprozess etwas verlangsamt. Ich hoffe schon noch auf einige milde Herbsttage, damit die vielen unreifen Früchte noch abreifen können.

Die wärmeliebenden Sorten sind dieses Jahr im Rückstand, der nasskalte Mai und der nasse und kühle August sind spürbar. Die Rocoto hat zwar schöne Früchte angesetzt, aber von einem Abreifen ist noch nichts zu erkennen.

Heute konnte ich trotzdem einiges einfahren:

Die Grünen (Jalapenos) gingen in die Kältekammer bei -18°C, die Bunten aufs Dörrgerät.

Die Cayenne und die Bulgarian Carrot neigen sich dem Ende zu, da ist nicht mehr viel zu erwarten, die Espelettes ist leergeräumt und bereits auf dem Kompost. Aus den Früchten mit oranger Markierung (die hatte ich mit Window Color behandelt) konnte ich sortenreines Saatgut entnehmen für die nächste Saison.