Archiv für die Kategorie „Rund ums Haus“

Moorbeet für Heidelbeeren günstig herstellen

 

Heidelbeeren im Garten gedeihen in normaler Gartenerde nicht. Sie benötigen ein lockeres, humoses und saures Substrat. Eine Heidelbeerpflanze will genügend Platz: 60x60x60cm (BxHxT), dies entspricht 216 Liter Substrat.

Wer jetzt im Gartencenter Moorbeeterde in Säcken kaufen geht, benötigt erstens einen geräumigen Wagen und zweitens einen prallen Geldbeutel!

Rechenbeispiel für ein Heidelbeer-Pflanzbeet: ca. 200 Liter entspricht ca. 5x 40-Litersäcke Moorbeeterde =75kg =CHF 75.-

 

Ein Tipp aus meiner Nachbarschaft mit regelmässiger Heidelbeer-Riesenernte beweist, dass es auch günstiger geht!

  1. Erde ausheben 60x60x60cm
  2. Hobelspäne und Sägemehl von Tanne/Fichte besorgen (z.B. Schreinerei/Sägewerk)
  3. diese zusammen mit Hornspänen (gemäss Dosierangabe auf der Verpackung) schichtweise ins Pflanzloch geben, gut wässern und mit den Füssen gut andrücken
  4. In den obersten 15 cm pro Quadratmeter 60 Gramm anorganischen Schwefel in Pulverform einstreuen, allenfalls noch etwas organischer Dünger einarbeiten
  5. Heidelbeerpflanze setzen und wässern
  6. Eine Mulchschicht aus Rindenschnitzel verzögert ein Austrocknen des Bodens

Der Schwefel reagiert langsam, trotzdem muss nach zwei Jahren eine erneute Schwefelgabe erfolgen, am besten gleichzeitig mit einer neuen Schicht aus Hobelspänen, Hornspänen und etwas organischem Dünger. Durch die Verrottung sinkt das Moorbeet mit der Zeit etwas ein, was mit der neuen Schicht kompensiert werden kann.

In trockenen Zeiten benötigen die Pflanzen Wasser. Regenwasser wäre perfekt, Leitungswasser hat einen pH-Wert über 7, die Säure im Boden wird damit reduziert, also evtl. jährlich schwefeln.

Schwefel kaufen: In vielen Apotheken nicht vorrätig, es herrscht Unklarheit betreffend Schwefelart. Online geht’s besser, z.B. hier  (anorganisches Schwefelpulver 1kg).

 

 

Gartenhaus mit Kupferdach (Nachtrag 2017)

 

Das Gartenhaus wurde anno 1969 selbst erbaut aus alten Telefonstangen und diente von da an als Kaninchenhaus. Beim Bezug unserer Liegenschaft im 2010 entfernten wir die „Hotelzimmer“, führten eine innerliche Renovation durch und bauten einen Mörtelboden ein. Seither dient es uns als Aufbewahrungsort für die Gartenwerkzeuge und Geräte.

Im Sommer 2013 bekam dann das von der Witterung gebleichte Holz einige Dünnschichtlasur-Anstriche, Türe und Fenster erhielten farbige Deckanstriche. Das Eternitdach wurde von einer kompakten Moosschicht befreit, das Lüftungskamin entfernt und das entstandene Loch im Dach notdürftig geschlossen. Dabei zeigten sich mehrere Schäden an der Eindeckung, die provisorisch repariert wurden.

Im Mai 2017 gab der grosse Hagelschlag dem ohnehin schon altersgeschädigten Eternitdach den Todesstoss, so dass das alte Eternit fachgerecht entsorgt werden musste.

Juli-August 2017: Nach Reparatur des Unterdaches wurde dieses mit Dachpappe eingedeckt und für die neue Kupfereindeckung vorbereitet. Auf die Lattung kam eine Grobfaserplatte als Träger und eine Folie als Kondenswassersperre, die Eindeckung mit Doppelfalzblech konnte beginnen. Damit das Dach optisch besser wirkt, wurden die Kupferbahnen nur mit halber Breite verlegt. Regenfassung und Abschlussbleche stirnseitig sowie ein Kuppelstreifen auf der First, das Dach war fertig!

 

Sitzplatz für Hitzetage (Nachtrag 2017)

 

Im Hochsommer bei Temperaturen über 30° C treibt es einem auch unter der Pergola den Schweiss. Der kühlste Platz unserer Liegenschaft befindet sich auf der Nordostseite unseres Hauses direkt vor der Küche, dort, wo bislang einige Beerenstauden und Golderdbeeren wurzelten. Der Blick durchs Küchenfenster auf die kahlen Beerenstauden im Winter war allerdings kein Highlight. Parallel dazu stand auch das Eindecken des Gartenhauses mit Kupfer an, da der Hagelschlag vom 31.05.2017 die alte Eterniteindeckung zerbröselt hat.

 

Juli 2017 – Umgestaltung mit diesen Schwerpunkten:

 

  • bestehende Pflästerung erweitern zu einem halbrunden Sitzplatz
  • Bambushecke (4x Fargesia murielae „Panda“ / 2x Fargesia nitida „Black Pearl“) mit automatischer Bewässerung und funkgesteuerter LED-Beleuchtung erstellen

 

 

 

Lavendelhecke

 

Ich liebe Lavendel!

 

Mit ein Grund für die Entstehung der Lavendelhecke! Sie bildet einen farbigen Abschluss des Rasengrüns zur Pflästerung. Die Lavendelpflanzen sind allesamt hervorragend angewachsen und zeigen im September eine extreme zweite Blüte!

Auch die Feigen der zweiten Generation (d.h. am diesjährigen Trieb gewachsen) werden reif und sind zuckersüss, das gab’s letztmals im 2011.

 

Umgestaltung Nordost 2018

 

Nach dem Erstellen des Kupferdaches des Gartenhauses und der Sitzplatzgestaltung Nordost mit Bambushecke im Sommer 2017 stand jetzt die Umgestaltung des letzten Teils entlang der Nordwestgrenze an.

Die bestehende Buchsbaumhecke wurde mit Lonicera nitida (letztes Jahr selber angezogen) erweitert, der Grasstreifen bepflanzt und der Platz zum Gartenhaus bekiest. So kann die Wäscheleine gut bedient werden und die Container für Grüngut, Karton und Papier sowie die Kompostsilos sind gut und trockenen Fusses erreichbar.

Die bei der Erstellung der Kofferung anfallende Gartenerde wurde bei der „Lavendelplantage“ eingebaut, das dort eingebaute und verdichtete Kies wurde hier zur Kofferung/Grobplanie verwendet. Mit der Vibroplatte verdichtetes Planiekies auf Vlies bildet jetzt den Deckbelag.

 

Dachentwässerung des Gartenhauses: Die Kette hat sich bewährt, der Steinhaufen darunter sowie die Natursteinplatten wurden entfernt und mit Rindenschnitzel bedeckt. Neu liegt ein Kieselstein mit Loch als Halterung für die Kette auf dem darunterliegenden und mit Vlies abgedeckten Sickerschacht.

 

Feuerring bringt Farbe in den Winter

Vor einem Jahr war hier noch kein Kiesplatz, kein Feuerring, kein Rankgerüst für Blauregen und Wein, kein Thymian und kein Rosmarin. Im Frühling wurde dann umgebaut. Jetzt erlebt dieser Platz den ersten Winter und gibt Farbe in die etwas farblose Winterzeit!

 

Der fossile Abdruck eines Ammoniten kommt jetzt gut zur Geltung, keine üppig wuchernde Vegetation deckt ihn zu 😉

 

(Gefunden 1990 in einem Flussbett nahe Barrème F nebst anderen Fossilien im Kalkstein der Haute Provence)